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Internationaler Währungsfonds hat Kosovo anerkannt
 
Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Abspaltung des Kosovo von Serbien anerkannt und erwägt nun die Aufnahme des neuen Balkan-Staates. Das teilte die Finanzorganisation am Dienstag in Washington mit. Pristina (Prishtina) erklärte am 17. Februar einseitig die Unabhängigkeit, nachdem eine einvernehmliche Lösung über den künftigen Status der Provinz nicht zustande gekommen war.

Von 43 Staaten anerkannt

Die Unabhängigkeit des Kosovo wurde bisher von 43 Staaten anerkannt, darunter 20 der 27 EU-Mitglieder und die USA. Serbien will die Aufnahme des Kosovo in internationale Institutionen wie dem IWF und der Weltbank verhindern. Russland unterstützt Belgrad dabei. Der IWF teilte mit, ein Mitgliedsantrag aus Pristina sei am 10. Juli eingegangen; er werde "zu gegebener Zeit geprüft".

Der IWF ist eine der mächtigsten Finanzinstitutionen der Welt. Er vergibt unter bestimmten Auflagen Kredite an Staaten, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden. Außerdem gewährt er Entwicklungsländern Kredite und erarbeitet Wirtschaftskonzepte für sie. Im Gegenzug verlangt er für die Kreditvergabe oft strenge wirtschaftliche Reformmaßnahmen der Nehmerländer. Der Kosovo gehört zu den ärmsten Regionen Europas. (APA/AP)

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Dräxlmaier: Jobs im Kosovo

Der mittelständische Automobilzulieferer Dräxlmaier will als erstes deutsches Unternehmen die Produktion in dem erst seit vier Monaten unabhängigen Staat Kosovo starten.

Die Kosovo-Regierung und Dräxlmaier haben am Mittwoch (2.7.) in der Hauptstadt Pristina einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, teilte die Regierung mit. In einer Pilotstudie soll mit rund 100 Mitarbeitern herausgefunden werden, ob die Montage von Kabelbäumen für deutsche Autobauer in Pristina möglich ist. Sollte der Test positiv ausfallen, will das deutsche Unternehmen, das seinen Sitz in Vilsbiburg in Niederbayern hat, im nächsten Jahr 500 Menschen beschäftigen.

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(ALT-)ALBANISCH: LEBENDIGER EINFLUSS EINER TOTEN SPRACHE?

Altalbanisch hat die Entwicklung vieler Balkansprachen maßgeblich beeinflusst. In einem Projekt des Wissenschaftsfonds FWF ist das die zentrale These, die intensive Untersuchungen nun belegen sollen. Zu diesem Zweck wird die bisher kaum bekannte Sprache nun erstmals anhand aller zugänglichen Texte erforscht und anschließend mit anderen Balkansprachen verglichen. Ein Ergebnis der Forschungsarbeiten wird ein Lexikon sein, welches einen Überblick über alle altalbanischen Verben gibt.

Verschiedene Sprachen aus einem geografischen Gebiet besitzen oftmals Ähnlichkeiten zueinander, obwohl ein gemeinsamer Ursprung nicht vorliegt. Dieses als "Sprachbund" bekannte Phänomen ist auch auf dem Balkan anzutreffen, wo die Sprachen Albanisch, Neugriechisch, Bulgarisch, Mazedonisch und Rumänisch gemeinsame Wörter und Strukturen aufweisen. Doch haben sich diese Sprachen gegenseitig beeinflusst bzw. hat eine der Sprachen die anderen wesentlich geprägt?

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